hema electronic
Partner des RAW.21 - Beitrag zur Resilience

Wie die Kunden des Aalener Elektronikentwicklers mit modularen Lösungen und agiler Zusammenarbeit erfolgreich durch die Krise navigieren.


„Es wäre vermessen zu sagen, dass wir auf die Corona-Krise vorbereitet waren“, sagt Oliver Helzle. „Denn Krise impliziert ja, dass uns etwas Unerwartetes, nicht Berechenbares bevorsteht. Und wer hätte damals gedacht, dass wir uns heute immer noch in einer Krise befinden, oder sie gar als neue Normalität akzeptieren müssen.“ Dennoch hat sein Unternehmen, das auf die Entwicklung spezieller Elektroniken für Embedded Vision spezialisiert ist, unmittelbar ein passendes Angebot für viele Kunden parat. „Unsere Elektroniken verknüpfen die Daten von Sensoren, zum Beispiel von mehreren Kameras, Radar und so weiter. Sie ermöglichen maschinelles Sehen und kommen in Industrierobotern, Drohnen und Spezialfahrzeugen zum Einsatz. Viele der Projekte sind sicherheitskritisch und wir dürfen nicht über die Kunden sprechen. Aber obwohl in diesen Bereichen oft enge Zeitpläne eingehalten werden müssen, wurden ganze Entwicklungsabteilungen von einem auf den anderen Tag ins Homeoffice geschickt oder stark reduziert.“ 



Modulare Entwicklung: die „verlängerte Werkbank“ mit Überholspur

Damit die Projekte dennoch vorankommen, bietet hema an, die Entwicklung der Elektroniken für die Verarbeitung der Sensordaten zu übernehmen. So können sich die Kunden auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren – in der Regel die Entwicklung komplexerer Gesamtsysteme, in die Elektroniken von hema einfach eingebunden werden können, oder die Entwicklung von Software. „Elektroniken für Embedded Vision und Sensordatenverarbeitung haben wir schon für viele Kunden und Projekte entwickelt. Viele Anforderungen wiederholen sich, auch wenn jedes Projekt seine Besonderheiten hat“, sagt Oliver Helzle. Aus dieser Erfahrung entstand die hema Embedded Vision Plattform, ein modularer Baukasten für die Elektronikentwicklung. Viele Funktionen und typische Schnittstellen sind hier bereits für das Design vorbereitet. Elektroniken müssen nicht von Grund auf neu entwickelt werden, so wie Kunden bei Eigenentwicklungen in der Regel vorgehen würden, sondern können aus dem Baukasten zusammengestellt werden. Die individuellen Komponenten der Kunden können dabei einfach ergänzt werden.


Zeit und Kosten gespart – bei voller Kontrolle über das Projekt

Diese Entwicklung spart enorm viel Entwicklungszeit – erste Prototypen ihrer Elektronik erhalten Kunden bereits nach sechs Wochen. Gleichzeitig sparen sie damit Kosten für eine komplette Neuentwicklung. Außerdem kommen Komponenten und Schaltungen zum Einsatz, die sich auch in anderen Projekten bewähren. Das reduziert das Risiko von Designfehlern, die häufig zu aufwendigen Fehlersuchen und Korrekturen führen. „Wichtig ist uns während des gesamten Entwicklungsprozesses, dass unsere Partner immer über den Fortschritt ihrer Elektronik im Bilde sind und die komplette Kontrolle über das Projekt behalten. Wir fühlen uns dann auch mehr als Teil ihres Teams und weniger als externer Dienstleister“, sagt Geschäftsführer Oliver Helzle. „Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit ist uns extrem wichtig und hört auch nicht mit der Serienproduktion der Elektronik auf. Wir kümmern uns im gesamten Lebenszyklus um das Projekt und sorgen zum Beispiel auch für Ersatz von Bauteilen, die am Markt nur schwer oder nicht mehr lange verfügbar sind“. Auch das ist ein großes Plus von hema – die Branche ist derzeit von extremen Lieferengpässen betroffen.


Resilienz als Leitthema im Unternehmen

Das modulare Elektronikdesign und die flexible Zusammenarbeit mit Kunden, bei der die individuellen Wünsche und Anforderungen den Grad der Zusammenarbeit bestimmen, hat sich insbesondere in der Corona-Krise als äußerst wirksam gezeigt. „Viele Partner waren froh über die Unterstützung, mit der sie den Fortschritt ihrer Projekte und das Einhalten enger Zeitpläne retten konnten“, so Helzle. Resilienz gegenüber sich ändernden Anforderungen ist hier Teil des Entwicklungskonzepts. Auch sonst setzt der Unternehmer auf Flexibilität und auf die Einbindung seiner Mitarbeitenden in alle wichtigen Unternehmensentscheidungen. Oliver Helzle: „Wir sind ein Familienbetrieb, der nunmehr seit über 40 Jahren besteht und in zweiter Generation geführt wird. Unsere Mitarbeitenden sehen wir als Teil der Familie.“ Auch bei hema wurde vom Homeoffice aus an Projekten gearbeitet. Etablierte digitale Plattformen für den Austausch und regelmäßige Projektgespräche sorgen dabei dafür, dass die Entwicklungen dennoch effizient und schnell vorankommen.


Virtuelle Hausmesse bringt Weltmarktführer nach Aalen

„Wichtig war uns, dass wir auch in der Krise innovativ bleiben und noch mehr Kunden von unserem Angebot profitieren können“, sagt Oliver Helzle. „Deshalb haben wir im Juni zu den hema VISION DAYS eingeladen.“ Präsentationen und Podiumsdiskussionen wechselten sich dabei mit individuellen Technologiegesprächen ab. Außerdem veranstaltete das Team rund um Geschäftsführer Helzle Live-Rundgänge durch Entwicklung und Produktion und machte das Unternehmen damit erlebbar. Das Konzept überzeugte: einige Weltmarktführer für Hightech-Elektronik folgten der Einladung ebenso wie zahlreiche Kunden und Interessenten. Gerade arbeiten Helzle und sein Team an einer Videoserie, die ebenfalls noch bessere Einblicke in das Unternehmen geben soll.


Erfolgreich durch die Krise – und auf Wachstumskurs

Insgesamt, so das Resümee, hat hema zahlreiche Kunden erfolgreich und wirksam durch die Krise navigieren können. Damit hat auch hema selbst Erfolg, sagt Oliver Helzle: „Im Mittelpunkt steht für uns immer der Erfolg unserer Kunden – davon profitieren dann auch wir. Unser Konzept hat sich bewährt und es spricht sich herum, dass wir einen wertvollen Beitrag für unsere Kunden und Partner leisten.“ Damit wächst das Aalener Unternehmen auch in diesem Jahr – zahlreiche Stellenausschreibungen auf den Internetseiten zeugen davon, ob in der Entwicklung und dem Projektmanagement oder in der Produktion.

mehr erfahren
Sie haben Fragen zur Teilnahme oder zum Sponsoring?
Kontaktieren Sie uns gerne persönlich.
Montags bis Freitags 10.00 - 17.00 Uhr

Simone Uhl
hello@resilience-award.com
+49 (0) 160 90941536